In Biophysik hat Prof. Scharfetter mal erwähnt dass man sich ganz einfach selbst ein Spektroskop bauen kann. Vor kurzem ist mir das wieder eingefallen und ich hab mal Google dazu befragt. Dabei bin ich auf eine sehr gute Seite zu dem Thema gestoßen. Alles was man dazu braucht ist eine Schachtel, etwas Zeit und einen antiken optischen Datenträger aus dem letzten Jahrhundert (eine CD). Ich hab gleich mal die “The simple version (good for workshops)” nachgebaut, herausgekommen ist das hier:

Sieht jetzt nicht so spektakulär aus, das muss ich zugeben ;) Ich hatte ziemliche Probleme die CD ordentlich zu positionieren, wahrscheinlich funktioniert das mit einer Müsli-Schachtel besser (wie auf der oben genannten Website vorgeschlagen wird). Eins hab ich fürs nächste Spektroskop gelernt: die CD ruhig etwas kleiner ausschneiden als die Box ist, ansonsten verschiebt es alles wieder beim Schließen der Schachtel. Achja, und nicht die Folie beim “Licht-Rein”-Loch vergessen, ansonsten ist das Ergebnis ziemlich fad ;). Bei der Folie hab ich übrigens die Erklärung nicht so richtig verstanden, ich hab einfach eine Alufolie genommen und einen Spalt reingeritzt. Das ist zwar sehr instabil, aber man hat dafür einen sehr kleinen Spalt (ich nehme mal an das ist gut ;) ).
Ich hab damit gleich mal eine Ikea-Energiesparlampe “analysiert”, das Ergebnis ist gar nicht so schlecht geworden:

Als Vergleich dazu das Spektrum von einem normalen Spot:

Entschuldigt bitte die schlechte Qualität, ich hab die Fotos mit meinem Handy gemacht weil die Spiegelreflex in Graz herumliegt. Aber man kann doch recht gut erkennen dass das Spektrum einer Energiesparlampe im Gegensatz zu einer normalen Glühlampe nicht kontinuierlich, sondern diskret ist.
Traurige Tatsache nebenbei: Wir haben nur eine Energiesparlampe im Haus.
In den nächsten Wochen werd ich mir dann noch eine UV-Lampe zulegen, dann kann ich hoffentlich noch mehr solche Bilder hier posten.
Veröffentlicht: 18. Februar 2010
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Nachdem es in Deutschland schon völlig normal ist tagtäglich etwas über neue Überwachungsideen zu lesen, geistern nun auch in Österreich immer mehr solche stupiden Ideen durch die Medien. Als Paradebeispiel muss man hier natürlich wieder die Vorratsdatenspeicherung nennen, die jetzt doch nicht mehr, wie ursprünglich angegeben, nur zum Ermitteln in schweren Fällen (also unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung) eingesetzt werden soll, sondern die auch gerne für kleinere Delikte eingesetzt werden würde. (Bericht auf diePresse.com)
Das nächste Hirngespinnst kommt von Erwin Pröll, der will nämlich eine Videoüberwachung auf Autobahnen für die Polizei. Also ich versteh den Sinn dahinter nicht, vielleicht weil ich noch an sowas wie Privatsphäre glaube.
Veröffentlicht: 17. Januar 2010
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Vorratsdatenspeicherung
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Ich bin gerade auf ccMixter.org gestoßen, eine Plattform auf der man als Musiker seine Musikstücke unter Creative-Commons-Lizenz veröffentlichen kann.
ccMixter is a community music site featuring remixes licensed under Creative Commons where you can listen to, sample, mash-up, or interact with music in whatever way you want.
Es ist schön zu sehen, dass es auch eine Gegenbewegung zum kommerziellen Charts-Mist gibt. Wenn die Musik- und Unterhaltungsindustrie weiterhin ihre Kunden kriminalisiert, dann werden wir von der CC-Bewegung bestimmt noch mehr zu hören/sehen bekommen.
Dass es Musikern in Zeiten des Filesharings besser geht als früher zeigt der Artikel auf labs.timesonline.co.uk. Demnach verdienen die Musiker sogar mehr, einzig die Record Labels “leiden” darunter. Die finanziellen Einbußen dürften die aber immer noch weniger stören als die Tatsache, dass Musiker dank Internet nicht mehr unbedingt auf ein Record Label angewiesen sind.
musik.klarmachen-zum-aendern.de stellt übrigens bis Weihnachten jeden Tag ein neues CC-Lied vor.
Veröffentlicht: 4. Dezember 2009
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Ich hatte hier in der vorherigen Version meines Blogs eine Ausarbeitung der Prüfungsfragen für die Datenstrukturen und Algorithmen Prüfung. Die ist jetzt weg weil ich keine Lust habe sie hier mühevoll wieder einzubinden. Ich wusste auch nicht dass die Ausarbeitung so beliebt ist, weshalb ich sie stillschweigend verschwinden hab lassen. Damit die Ausarbeitung aber nicht verloren geht hab ich sie im neuen BME Forum gepostet. Die Ausarbeitung ist immer noch nicht komplett und fehlerfrei und es gibt inzwischen sicher wieder neue Fragen, also erweitert, verbessert und verteilt sie soviel ihr wollt. Besonders toll wärs, wenns jemand in die PBS übertragen könnte.
Veröffentlicht: 4. Dezember 2009
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Am letzten Dienstag sind die ersten beiden Folgen der neunten Scrubs Season ausgestrahlt worden. Ich muss sagen, ich war gar nicht enttäuscht. Aber das ist nicht weiter überraschend, wenn man eine katastrophale Fortsetzung einer konstant schlechter gewordenen Serie erwartet. Die ersten drei bis vier Staffeln waren wirklich ausserordentlich gut und haben mir über viele Jahre hinweg amüsante Scrubs-Abende beschert, danach gings aber stetig bergab, bis die Serie mit der Staffel 7 ihren absoluten Tiefpunkt erreicht hat. Wer bei Staffel 7 noch behauptet die Serie wäre lustig oder gar kreativ, der soll mir bitte in paar Szenen nennen, die es Wert sind gesehen zu werden. Seit Staffel 4 habe ich das Gefühl es hat ein Recyclingzyklus eingesetzt. Das ewige hin und her zwischen JD und Elliot verliert irgendwann seine Spannung und das Zusammenschneiden von alten Szenen und das Wiederholen von Gags lässt irgendwann den Eindruck entstehen dass die Schreiberlinge entweder keine Ideen mehr haben oder einfach das Interesse an der Serie verloren haben. Mit der achten Staffel gings dann doch noch ein wenig bergauf, aber sehenswert würde ich das immer noch nicht nennen. Dann, endlich, man glaubt es kaum, die Serie wurde mit einem gar nicht mal so schlechten (aber doch etwas kitschigen) Ende abgeschlossen. Fein.
Nein, doch nicht. ABC beschließt die modernde Leiche wieder auszugraben und setzt dem Zombie ein neues Gesicht in Form eines neuen Casts auf. Unter dem neuen Cast müffelt das alte hirntote Gebilde aber weiter, und das riecht man auch durch. Anstatt konsequent einem neuen Cast die Chance zu geben sich zu Beweisen und der Serie einen neuen Schwung zu geben, werden die alten Schauspieler (bis auf Carla, aber wer braucht die schon?) für Gastauftritte verpflichtet. Naja, wenns denn nur so wäre. Die ersten beiden Folgen vermitteln den Eindruck, als wäre der neue Cast zu Gast bei der Serie der alten Charaktere. Irgendwie dreht sich weiterhin alles um JD und Turk, wobei kaum erklärt wird wie sich der Zeitsprung auf die Handlung ausgewirkt hat. Einzig die Abwesenheit des Hausmeisters wird großartig erklärt.
JDs Nachfolgerin Lucy (Kerry Bishé) wirkte alles andere als interessant und ich befürchte, dass wir all die Probleme und Erlebnisse die JD hatte in Zukunft nochmal durchleben dürfen. Als Unsympathler dient Cole (Dave Franco) und der macht seinen Job gut, wobei ich mir nicht sicher bin ob man aus der Figur viel herausholen kann. Interessant könnte Drew (Michael Mosley), der älter als der Rest ist, werden. Dr. Denise Mahony (Eliza Coupe) ist auf jeden Fall die Interessanteste im neuen Cast, sie hat bereits in den vorherigen Staffeln ihr Talent unter Beweis gestellt. Sie und Dr. Cox lassen doch noch einen Funken Hoffung dass man — zumindest zeitweise — Spaß an der Serie haben kann. Achja, und the Todd, der wird einfach nie fad.
Ich hoffe wirklich, dass der alte Cast abgesehen von Cox, Mahony und einigen Nebenfiguren so schnell als nur möglich von der Bildfläche verschwindet, ansonsten bin ich mir sicher, dass selbst die siebte Staffel an Niveau noch unterboten wird.
Review bei Serienjunkies.de
Veröffentlicht: 3. Dezember 2009
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Vor ca. einem Jahr habe ich einen Vortrag über KIS (Krankenhausinformationssysteme) gehört. Bei einem KIS handelt es sich um ein System, mit dem alle Patientendaten krankenhausübergreifend zentral in einem IT-System abgelegt werden. Alles in allem war es ein sehr informativer Vortrag, auch scheinen die Vorteile eines KIS überwältigend zu sein. Abschließend wurde das Thema Sicherheit angerissen, wobei der Vortragende erwähnte dass es “mehrere Hackerangriffe im Monat” auf dieses System gäbe. Ausserdem gibt es Programme, die “ungewähnliche” Datenabfragen erkennen und melden. Es fällt also auf, wenn Krankenschwester A. aus Krankhaus R. Daten des Patienten SCH. anfordert, welcher aber immer nur ins Krankenhaus Z geht. Offensichtlich gibt es also durchaus Datenschutzbedenken und man versucht zumindest irgendetwas gegen Missbrauch zu unternehmen. Umso überraschender war dann die rhetorische Frage des Vortragenden: “Aber wen interessieren die Daten schon?”. Unglaublich.
Arbeitgeber, Nachbarn, politische Gegner, Versicherungen, … um nur einige zu nennen. Letztere sind es auch, die sogar so weit gehen, ihre Kunden in Social Networks auszuspionieren. Ein aktueller Fall in Kanada zeigt das in besonders absurder Weise. Da wurden die Zahlungen der Versichung an eine an Depression leidende Frau eingestellt, weil sie auf ihrer Facebook-Seite Bilder von sich im Urlaub und bei einem Barbesuch hatte und dabei fröhlich wirkte. Mal ganz abgesehen davon, dass solche Überwachungsmaßnahmen dreist und beunruhigend sind: Dass solche Ausflüge und Ablenkungen Teil einer Therapie sein könnten, so weit denken die Versicherungen nicht? Nein, lieber wird ohne Rücksprache mit der Betroffenen der nötige Geldhahn abgedreht. Was lernen wir daraus? Wer krank wird, der unternimmt besser nichts dagegen, denn: The insurance company is watching you…
Veröffentlicht: 23. November 2009
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Datenschutz
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Datenschutz
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Wie heise.de berichtet wurde in Österreich ein Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung vorgelegt. In einem ebenfalls von heise.de veröffentlichten Beitrag wird näher auf Einzelheiten dieses Entwurfs eingegangen. Für die Ausarbeitung dieses Dokumentes wurde das Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte beauftragt. Menschenrechte? Interessant, die hätten sich doch eigentlich gegen die Vorratsdatenspeicherung sträuben sollen.
Bei der Vorratsdatenspeicherung geht es um eine EU-Richtlinie, die fordert, dass alle Verbindungsdaten (Internetverkehr und Telefonienutzung) vom Provider für sechs Monate gespeichert werden müssen. Kurz gesagt wird festgehalten wer wann wo war, wer wann wem eine eMail geschrieben hat und wer wann mit wem wie lange telefoniert hat. Dies enthält zwar keine inhaltlichen Daten, ist aber dennoch ein massiver Eingriff in die Privatsphäre jedes einzelnen Bürgers. Das Ganze geschieht unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung, wobei mit solchen Maßnahmen jeder wie ein potentieller Terrorist behandelt wird. Natürlich enthält das Dokument Paragraphen, die den Datenschutz und die Zugriffsbeschränkungen behandeln, aber leider ist Datenschutz in der Praxis bei weitem nicht das, was er sein sollte. Missbrauch und Datenlecks sind also vorprogrammiert, ausserdem können Manipulationen nicht ausgeschlossen werden.
Veröffentlicht: 22. November 2009
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Politik,
Vorratsdatenspeicherung
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Tja, da bin ich wieder. Wordpress am neuesten Stand und jungfräulich neu aufgesetzt. Mal sehen obs diesmal was wird.
Veröffentlicht: 20. November 2009
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